Dr. Björn Meyer, Head of Research bei GAIA GAIA
Anzeige

App auf Rezept Depression

Digitale Depressionstherapien – Mehr als Überbrückung

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden bei Depressionen immer häufiger eingesetzt – und das mit nachweisbarem Erfolg. Dennoch werden sie von vielen noch immer als bloße Übergangslösung oder Ergänzung angesehen. Der Psychologische Psychotherapeut Björn Meyer erklärt am Beispiel der DiGA deprexis, warum diese Therapie einer klassischen Behandlung auf Augenhöhe begegnet.

Von GAIA AG
· 2026

Kontakt

GAIA AG
Hans-Henny-Jahnn-Weg 53
22085 Hamburg
E-Mail: team@deprexis.de
Web: https://gaia-group.com

Illustration der App deprexis
deprexis begleitet mit virtuellen Gesprächen, die wie eine Psychotherapie funktionieren. Bild: deprexis
Wirken digitale Therapien nur bei leichten Depressionen?

Dr. Björn Meyer: „Selbst Menschen mit mittelschwerer oder schwerer Depression profitieren von der digitalen Gesundheitsanwendung deprexis – das hat eine wissenschaftliche Metaanalyse  gezeigt – also eine große Analyse, welche die Ergebnisse vieler einzelner Studien ausgewertet hat. Es geht bei deprexis nicht um gute Ratschläge, sondern um fundierte Methoden, mit denen Menschen mit Depressionen lernen, belastende Denk- und Verhaltensmuster zu verändern.

deprexis setzt genau dort an, wo Depressionen entstehen und sich verfestigen: bei negativen Denkschleifen, Antriebslosigkeit und ungünstigen Verhaltensmustern. Nutzerinnen und Nutzer arbeiten sich interaktiv durch Übungen, die auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie basieren – einer der wirksamsten Behandlungsformen bei Depressionen. Das Programm ist also weit mehr als eine ‚Depressionstherapie light‘.“

Sind DiGA im Bereich Depressionen ausreichend erforscht?

Dr. Björn Meyer: „Gerade im Bereich Depression gehören DiGA zu den am intensivsten untersuchten Innovationsfeldern. Das Programm deprexis wurde bisher in insgesamt 16 Studien mit höchstem Standard evaluiert, darunter auch international und unabhängig durchgeführte Forschungsarbeiten. Diese Studien belegen konsistent die Wirksamkeit der Online-Therapie.

Übrigens handelt es sich dabei um sogenannte „randomisierte kontrollierte Studien“. Sie gelten als Goldstandard der Forschung – entsprechend belastbar sind die Ergebnisse. Die Wirksamkeit von deprexis ist also nicht nur theoretisch angenommen, sondern umfassend wissenschaftlich belegt.“

Illustration der App deprexis
deprexis begleitet mit virtuellen Gesprächen, die wie eine Psychotherapie funktionieren. Bild: deprexis
Funktioniert deprexis nur in Kombination mit klassischer Psychotherapie?

Dr. Björn Meyer: „In den genannten Forschungsprojekten ging es unter anderem auch um diese Fragestellung. Dabei zeigte sich, dass deprexis sowohl als eigenständige Therapie, als auch begleitend zu anderen Behandlungsformen wirksam ist. Die Verordnung erfolgt durch Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen, die den Verlauf regelmäßig begleiten. 
Digitale Gesundheitsanwendungen wie deprexis können also flexibel eingesetzt werden – als alleinige Unterstützung, zur Überbrückung von Wartezeiten oder ergänzend zur klassischen Psychotherapie.“

Was ist Ihre Forderung?

Dr. Björn Meyer: „Wenn eine digitale Depressionstherapie als DiGA geprüft und im entsprechenden Verzeichnis gelistet ist, können sich Betroffene auf ein medizinisch-wissenschaftliches Fundament verlassen. Etablierte Programme wie deprexis  bieten außerdem einen niedrigschwelligen Zugang zur Behandlung und sind sofort verfügbar. Deshalb sollten digitale Therapieangebote heute als fester Bestandteil der Depressionsbehandlung angesehen werden. Denn sie schließen Versorgungslücken, erweitern bestehende Therapien und sind für viele Betroffene ein wichtiger Schritt zurück in den Alltag.“