Mit Beginn der anstehenden kalten Jahreszeit merken viele, dass ihre Haut nach mehr Aufmerksamkeit verlangt. Während bei den meisten dann das sporadische Eincremen mit einer entsprechenden Lotion genügt, müssen sich Menschen, die an einer chronischen Hautkrankheit wie Schuppenflechte (Psoriasis) oder auch Neurodermitis leiden, jeden Tag teils mehrfach ihrer Haut widmen.
Basispflege der Haut: Tägliche Pflege ist der beste Schutz
Wenn es um die Psoriasis-Behandlung geht, sollte die Basispflege im Vordergrund stehen. Da bei dieser Erkrankung die Haut in der Regel stark austrocknet, ist es wichtig, sie mit ausreichend Fett zu versorgen. Grundsätzlich gilt: Je früher man mit der Behandlung beginnt, desto schneller lässt sich die Schutzfunktion wiederherstellen und das Risiko für weitere Irritationen senken. Ist die Haut lediglich trocken, eignen sich insbesondere Öl-in-Wasser-Cremes mit Lecithin, Omega-Fettsäuren, Sheabutter oder Lipidverbindungen aus pflanzlichen Ölen. Ebenso positive Effekte, um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen, hat Urea. Abhängig davon, in welcher Konzentration der heute synthetisch hergestellte Harnstoff in der Creme vorkommt, kann er sogar juckreizlindernd wirken. Bei der Basispflege ist es generell wichtig, auf Produkte mit Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen zu verzichten. Diese können zusätzliche Irritationen herbeiführen.
Versorgung in der Akutphase
Kommt es zu einem Psoriasis-Schub, gilt es die Basisbehandlung durch spezielle Präparate zu ergänzen. Hornlösende Pflegeprodukte, die Salicylsäure, Harnstoff oder Milchsäure enthalten, sorgen dafür, dass die Haut aufweicht und die Zellen aus der äußersten Hautschicht gelöst werden. Somit können wirkstoffhaltige, verschreibungspflichtige Cremes, die in der Akutphase verwendet werden sollten und hochdosiert sind, besser eindringen. Am häufigsten angewendet werden kortisonartige Präparate. Diese dürfen jedoch nur kurzzeitig zum Einsatz kommen, da sie Nebenwirkungen und letztlich sogar Hautschäden verursachen können. Deshalb gilt es, ihre Anwendung auf das nötigste zu reduzieren. Hier kommt der Basispflege wiederum eine entscheidende Rolle zu, da sie den Bedarf an diesen wirkstoffhaltigen Cremes und Salben reduzieren und neue Schübe hinauszögern kann. Nach einem Schub hilft sie außerdem der Haut, sich wieder zu regenerieren. Fest steht: Wer sich bei der Wahl der richtigen Produkte unsicher ist, sollte sich, unabhängig von der Art der Hauterkrankung, bei seinem Dermatologen erkundigen – der sicherste Weg, die Beschwerden so gering wie möglich zu halten.