Eine weiße Rose in der Hand vor Trauergästen

Bestattungsvorsorge

Bestattung zu Lebzeiten planen

Knapp über eine Million Menschen sind im Jahr 2021 in Deutschland gestorben. Die meisten von ihnen hinterlassen trauernde Angehörige, die plötzlich eine Beisetzung organisieren und finanzieren müssen. In dieser Situation ist es hilfreich, wenn alle relevanten Aspekte zuvor geklärt und festgehalten worden sind.

MK
· 2025

Sarg oder Urne? Klassischer Friedhof oder Wald? Große Trauerfeier oder Abschied im kleinen Kreis? Es ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen erst sehr spät im Leben beschäftigen und manchmal auch zu spät, wenn sie früher aus dem Leben scheiden als gedacht: Die Rede ist vom Tod, genauer gesagt der eigenen Bestattung. Wer frühzeitig Vorsorge trifft, hat nicht nur die Gewissheit, dass die eigene Bestattung den persönlichen Wünschen entspricht, sondern entlastet die Hinterbliebenen – im Idealfall auch finanziell.

Erschienen in

Ladies First!

am 27. Mai 2025 in „freundin“
Wussten Sie, dass Ihr Herz anders schlägt als das eines Mannes? Kennen Sie die besten Tipps, um Venen fit zu halten? Schon mal was davon gehört, dass Frauen häufiger von einer Gürtelrose betroffen sind? Oder sind Ihnen Ihre genetischen Vorteile für mehr Longevity bewusst?...

 

Wer frühzeitig Vorsorge trifft, hat nicht nur die Gewissheit, dass die eigene Bestattung den persönlichen Wünschen entspricht, sondern entlastet auch die Hinterbliebenen.

Checkliste

Organisatorische Vorsorge

Die Vorteile einer Bestattungsvorsorge:2

  • Die persönlichen Wünsche bezüglich der eigenen Bestattung bleiben über den Tod hinaus gewahrt.
  • Hinterbliebenen bleibt die finanzielle Belastung der Bestattungskosten erspart.
  • Streit darüber, wer die Kosten der Bestattung trägt, wird innerhalb der Familie vermieden.
Grabstein

Wünsche schriftlich festhalten

Es ist daher ratsam, die eigene Bestattung frühzeitig zu planen und die eigenen Wünsche mit der Familie oder den Freunden zu besprechen – zum Beispiel, dass man eine Seebestattung wünscht oder in einem Wald seine letzte Ruhe finden möchte. Alle relevanten Aspekte sollten in einer Bestattungsverfügung schriftlich festgehalten werden. Dies betrifft auch die Nennung einer Vertrauensperson, die die Totenfürsorge übernimmt und dafür verantwortlich ist, dass die in der Verfügung angeordneten Wünsche umgesetzt werden. Tipp: Das Dokument sollte nicht mit dem Testament aufbewahrt werden, sondern im Familien- oder Stammbuch. Denn dieses benötigen die Angehörigen im Todesfall zuerst.

Urne

Wer trägt die Kosten?

Für immer mehr Menschen werden Bestattungskosten zu einer hohen Belastung. Eine gängige Beisetzung schlägt laut der Verbraucherinitiative Aeternitas mit rund 7.000 Euro zu Buche.1 Ohne entsprechende Vorsorge müssen Angehörige oder Erben die Kosten in voller Höhe tragen. Wer dies vermeiden möchte, kann eine Sterbegeldversicherung, die in der Regel eine monatliche Ratenzahlung beinhaltet, abschließen oder in einen Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag mit einer einmaligen Einlage einzahlen. Im Todesfall müssen die Angehörigen dann nur noch das zuvor ausgewählte und im Treuhandvertrag festgehaltene Unternehmen informieren.