Viele neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Demenz haben eines gemeinsam: Sie gehen oft mit Schlafstörungen einher. Schlaf ist essenziell für die Regeneration unseres Gehirns und die Verarbeitung von Informationen. Wenn der Schlaf jedoch dauerhaft gestört ist und eine Chronische Schlafstörung vorliegt, kann dies nicht nur bestehende Erkrankungen verschlimmern, sondern auch deren Entstehung begünstigen.
Unsichtbare Last
Nächte voller Gedanken, Tage ohne Energie – für viele Menschen ist das Alltag. Wenn Betroffene über mindestens drei Monate hinweg an mehreren Tagen pro Woche Schwierigkeiten mit dem Ein- oder Durchschlafen haben und tagsüber beeinträchtigt sind, spricht die Medizin von einer Chronischen Schlafstörung.[1] Sie betrifft bis zu zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung in industrialisierten Ländern.[2] Die gesundheitlichen Folgen sind weitreichend: Die Chronische Schlafstörung erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depression.[3] Doch niemand muss sich mit dieser Situation abfinden.
Hoffnung: moderne Therapien
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) hilft, schlafstörende Gedanken- und Verhaltensmuster zu durchbrechen. Doch nicht für alle Betroffenen gibt es qualifizierte Therapierende, und die Therapie erfordert Zeit und Eigeninitiative.[4,5] So bieten auch medikamentöse Ansätze eine Lösung. Mittlerweile gibt es auch zielgerichtete Therapien mit einem modernen Wirkmechanismus, die speziell für die Langzeitbehandlung der Chronischen Schlafstörung entwickelt wurden – ohne die Risiken einer Abhängigkeit, wie sie bei anderen Schlafmitteln bekannt sind.