Rund 2.300 Kinder und Jugendliche erkranken in Deutschland jährlich neu an Krebs. Etwa 85 Prozent von ihnen überleben. Doch selbst die Überlebenden tragen oft die Last der Therapie ein Leben lang: Wachstumsstörungen, Organschäden, kognitive Einschränkungen, aber auch Zweittumoren können durch die heute eingesetzten aggressiven Standardtherapien entstehen, die nicht zwischen Krebs- und gesunden Zellen unterscheiden.
Angriffspunkte identifizieren
Im Dr. Petra Joh-Forschungshaus forschen bis zu 60 Wissenschaftler:innen in direkter Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt. Immun- und Gentherapien, personalisierte Therapien versprechen enormes Potenzial für die Entwicklung effektiverer und schonenderer Therapien. Das Institut für Experimentelle Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (EPHO) unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Heckl setzt genau hier an: In drei Arbeitsgruppen wird an Krebsformen mit noch schlechten Prognosen geforscht, wie an der akuten myeloischen Leukämie oder soliden Tumoren. Sein Ansatz: die molekularen Überlebensmechanismen der Krebszellen verstehen und präzise Angriffspunkte identifizieren, die Krebszellen zuverlässig eliminieren können. Die EPHO ist exzellent aufgestellt, um dieses Momentum zu nutzen. Die Frankfurter Stiftung sichert diese Forschung – unabhängig, langfristig und mit einer klaren Vision: Kein Kind soll mehr an Krebs sterben.