Bei der Frage „Möchten Sie sich wohl in Ihrer Haut fühlen oder lieber aus Ihrer Haut fahren?“ dürfte die Antwort klar für erstere Option ausfallen. Und zwar nicht nur, weil die umgangssprachliche Redewendung impliziert, dass man zufrieden mit seiner Situation, seinen Lebensumständen ist. Damit verknüpft ist irgendwie auch das Erscheinungsbild der Haut selbst, das – sofern gesund, schön und makellos – zu unserem allgemeinen Wohlbefinden und unserer Lebensqualität beiträgt. Allerdings leiden immer mehr Menschen unter Hautproblemen: In Deutschland ist es heutzutage etwa jeder fünfte Erwachsene.
Schützen und unterstützen
Auch wenn bei einigen Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Neurodermitis, genetische Faktoren, also die Vererbung innerhalb der Familie, eine Rolle spielen, behandeln viele Menschen das größte und zugleich vielseitigste Organ oft stiefmütterlich. Sie pflegen es gar nicht, zu viel oder falsch. Sie vergessen gerne, wie wichtig eine gesunde Ernährung für seine Gesundheit und komplexe Funktionalität ist. Die Haut leistet rund um die Uhr Schwerstarbeit: So schützt sie unter anderem den Organismus vor Keimen, Austrocknung und Sonneneinstrahlung und reguliert den Temperatur- und Feuchtigkeitshaushalt des Körpers. Auch Stress kann Auswirkungen auf die Epidermis, so die griechische Bezeichnung für die Haut, haben – im Kleinen an den häufig im Halsbereich auftretenden roten Hektikflecken zu erkennen; im Großen können emotionale Belastungen zum Beispiel Schübe bei Neurodermitikern auslösen, und somit heftigen Juckreiz.
Der Faktor Sonne
Zumindest ist bei Betroffenen aktuell etwas Durchatmen angesagt, denn in der Urlaubszeit nimmt der Stress ab und die Haut ist nicht mehr der trockenen Heizungsluft im Winter ausgesetzt. Zumal UV-Licht, in der Regel die schwächere UV-A-Strahlung, die immunsuppressiv wirkt, auch in der Therapie eingesetzt wird. Aber Vorsicht, auch für Neurodermitis-Patienten gilt: Die Haut unbedingt mit dem passenden Sonnenschutz eincremen. Und hier sind wir bei einem weiteren Vernachlässigungsaspekt: Wir Deutschen sind Sonnencreme-Muffel. Knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 14 Jahren benutzte in 2018 – laut der Verbrauchs- und Medienanalyse „VuMa Touchpoints“ – gar keine Sonnenschutzmittel, nur rund zwölf Prozent an mehr als 20 Tagen im Jahr. Fakt ist: Wer seine Haut nicht ausreichend vor der UV-Strahlung schützt, riskiert nicht nur eine frühzeitige Hautalterung, sondern auch Hautkrebs. Er ist mit mehr als 200.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland die dritthäufigste Tumorerkrankung überhaupt.
Immer bessere Therapien bei Hautkrankheiten
Ob lästige Pickel oder Warzen, schmerzende Wunden, schuppige oder juckende Haut – die gute Nachricht ist, dass weder die Kosmetikindustrie, noch die dermatologische Forschung und die Hersteller von Geräten oder Produkten zur Behandlung der Haut Stillstand kennen. Vor allem die Millionen Menschen in Deutschland, die von sichtbaren chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Rosazea betroffen sind, profitieren. So gibt es im Fall der krankhaften Hautrötungen inzwischen gute antibiotikafreie Alternativen und bei sehr schwerer Neurodermitis können dank innovativer Mittel gezielt bestimmte Botenstoffe mit weniger Nebenwirkungen gehemmt werden. Alle Bemühungen dienen einem Zweck: Möglichst vielen von Hautproblemen betroffenen Menschen zu einer schönen Körperhülle zu verhelfen, in der sie sich pudelwohl fühlen, die sie auch jetzt im Sommer gerne zeigen und aus der sie auf keinen Fall fahren möchten.