Früher waren die Wechseljahre – wissenschaftlich als Klimakterium bezeichnet – bei vielen Frauen mit Ängsten besetzt. Darunter die Befürchtung, an Attraktivität, Weiblichkeit und erotischer Ausstrahlung zu verlieren. Aber auch die Angst vor nachlassender Vitalität und Leistungsfähigkeit, Krankheit und Alter. Heute dagegen gehen immer mehr Frauen ganz entspannt und selbstbewusst durch diese Lebensphase. Im Durchschnitt dauert das Klimakterium etwa zehn Jahre und erstreckt sich in der Regel über den Zeitraum zwischen dem 45. und dem 60. Lebensjahr.
Nur wenige Frauen haben keine Beschwerden
Während sich der Hormonhaushalt umstellt, können verschiedene und von Frau zu Frau individuell stark ausgeprägte Beschwerden auftreten. Zu den häufigsten gehören Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Außerdem Schlafstörungen, innere Unruhe, Herzklopfen und Schwindel, nachlassende Libido oder trockene Schleimhäute und damit auch Probleme beim Sex. Auch Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen sind häufige Symptome. Studien zufolge leiden rund zwei Drittel aller Frauen an mäßigen bis starken Wechseljahresbeschwerden. Nur etwa 20 Prozent fühlen sich kaum beeinträchtigt und nur zehn Prozent sind beschwerdefrei.
Heilpilze fördern Wohlbefinden und Vitalität
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kennt die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der Heilpilze – auch Vitalpilze genannt – bereits seit Jahrhunderten. Auch bei den typischen Beschwerden im Klimakterium hat sich ihre Anwendung gut bewährt. Bei leichteren bis mittelstarken Wechseljahresbeschwerden kann mit bestimmten Heilpilzen eine deutliche Linderung oder sogar Beschwerdefreiheit erreicht werden. Dies zeigen die langjährigen Erfahrungen aus der naturheilkundlichen Praxis.
Mit Reishi und Co. leichter durch die Wechseljahre
Der Reishi, in Asien auch Pilz des ewigen Lebens genannt, ist einer der wichtigsten Basispilze bei Wechseljahresbeschwerden, denn er lindert sowohl die lästigen Hitzewallungen als auch die kräftezehrenden Schweißausbrüche. Auch wird ihm eine vitalisierende, stärkende und die Leistungsfähigkeit fördernde Wirkung zugesprochen. Reishi trägt zudem zur Beruhigung des Vegetativums bei. Das ist eine große Hilfe bei innerer Unruhe, Herzrasen und Schlaflosigkeit. Eine gute Ergänzung zum Reishi ist der entspannende und nervenstärkende Vitalpilz Hericium. Von Bedeutung ist weiterhin der Cordyceps. Er steigert die Lebensenergie und fördert die hormonelle Balance. Daher hat er sich als wertvoll bei abnehmender Libido sowie bei Stimmungsschwankungen erwiesen. Durch seine antientzündlichen Kräfte ist er auch bei den im Klimakterium häufiger auftretenden Harnwegsinfektionen sehr von Nutzen. Ebenso wie der Reishi kann er bei trockenen Schleimhäuten eine gute Unterstützung sein. Interessant sind darüber hinaus der Maitake und der Polyporus. Der Maitake kann die Verstoffwechslung von Fetten verbessern und somit auch gegen unerwünschte Gewichtszunahme helfen. Der Vitalpilz Polyporus entfaltet eine günstige Wirkung bei Ödemen und Hauterscheinungen wie zum Beispiel Akne. Fazit: Die Wechseljahre sind eine ganz natürliche Phase im Leben jeder Frau. Heil- und Vitalpilze können das Wohlbefinden in diesem neuen Lebensabschnitt verbessern und zur einem harmonischen Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele verhelfen.