Angina Pectoris, umgangssprachlich Brustenge genannt, ist eine echte Volkskrankheit. Schätzungsweise leiden zwischen 2,5 und 3,3 Millionen Menschen an der Krankheit. Sie äußert sich durch Schmerzen in der Brust oder wird als einschnürend und bedrückend empfunden. Ursache ist die Unterversorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut. Bei Frauen äußern sich die Symptome in Form von Kurzatmigkeit, Magenschmerzen und Müdigkeit.
Wissenschaftler unterscheiden zwei Formen der Angina Pectoris. Die eine ist die stabile oder auch belastungsabhängige Angina pectoris. Die Beschwerden verschwinden rasch wieder, sei es durch Ausruhen oder durch Medikamente. Bei der instabilen Angina pectoris steigen die Beschwerden in puncto Intensität und Dauer an und können auch in Ruhephasen auftreten.
Risikofaktor Rauchen
Ausgelöst wird die Krankheit durch eine Verengung der Gefäße infolge von Verkalkung – Arteriosklerose – der Herzkranzgefäße. Schuld daran sind abgelagerte Fette, Kalk und Bindegewebe in den Blutgefäßen. Ein großer Risikofaktor ist das Rauchen. Aber auch erhöhter Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Übergewicht und Stress begünstigen Angina pectoris.
Was müssen Sie beachten bei einem Angina-pectoris-Anfall? Ruhe bewahren ist ganz wichtig. Helfen kann auch ein Nitroglycerin-Spray, das in den Mund gesprüht wird. Das kann innerhalb weniger Minuten wirken, denn Nitroglycerin setzt Stickstoffmonoxid frei, das eine Erweiterung der Herzkranzgefäße bewirkt. Das Aufsuchen eines Arztes aber ist unbedingt notwendig.
Herzattacke: Behandlung im Krankenhaus
Sofort sollte der Notarzt im Fall einer instabilen Angina pectoris gerufen werden. Dieser entscheidet, ob der Patient ins Krankenhaus eingeliefert wird, denn es besteht die Gefahr eines Herzinfarkts. Im Krankenhaus sind verschiedene Eingriffe möglich. Je nach Diagnose kann der Arzt die Gefäße mit Hilfe der Ballondilation dehnen oder einen Stent beziehungsweise eine Gefäßstütze, die die Arterie offen hält, einsetzen. Unter Umständen muss auch ein Bypass gelegt werden, um die Engstelle zu umgehen.
Generell gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Ein gesunder Lebenswandel, mit dem Rauchen aufhören, die Blutfettwerte unter Kontrolle halten und Übergewicht vermeiden kann das Risiko einer Herzkrankheit lindern.
Quellen:
https://www.herzstiftung.de/Angina-pectoris.html
https://www.cardio-guide.com/erkrankung/angina-pectoris/