Wie funktioniert SaventicCare?
Unsere Patienten-Plattform ist einfach in der Anwendung, erfordert keine technischen Vorkenntnisse und ist kostenfrei. Es müssen lediglich ein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt und idealerweise medizinische Daten hochgeladen werden. Die enge Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen wie der HAE-Vereinigung ermöglicht es uns, SaventicCare passgenau auf die Bedürfnisse der Betroffenen auszurichten. Sensible Daten werden selbstverständlich streng geschützt und transparent verarbeitet. Anschließend werden im nächsten Schritt die Informationen von unseren KI-Algorithmen analysiert und von unserem Team aus Fachärztinnen und -ärzten verifiziert.
Wie lange dauert es, bis ich eine Rückmeldung erhalte?
Innerhalb von circa 30 Tagen erhalten Sie eine fundierte Auswertung der Analyse mit ersten Hinweisen auf ein mögliches Risiko und möglichen nächsten Schritten, wie der Empfehlung, sich an eine geeignete Facharztpraxis oder an ein Referenzzentrum zu wenden, um sich weitergehenden Untersuchungen zu unterziehen.
Wie viele „Seltene“ können die KI-Algorithmen aktuell identifizieren?
Derzeit können wir rund 50 seltenen Erkrankungen identifizieren, darunter das Hereditäres Angioödem, Lysosomale Speicherkrankheiten, zum Beispiel Morbus Fabry, Gaucher und Mukopolysaccharidosen, außerdem Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis, Primäre Immundefizienz, kutanes T-Zell-Lymphom, Primäre Immundefizienz und Amyloidosis. Seit dem Start von SaventicCare in Deutschland vor zwei Jahren konnten wir schon über 500 Menschen Rückmeldung geben.
Wo sehen Sie weiteres Potenzial?
Unser Ziel ist es, SaventicCare kontinuierlich auszubauen, um noch mehr Menschen in Deutschland und weltweit zu einer schnelleren Diagnose, adäquater Therapie und mehr Lebensqualität zu verhelfen. Langfristig wollen wir weitere Erkrankungen abdecken. KI ist nicht nur in der Lage, Symptome und Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern Fehl- und Spätdiagnosen zu reduzieren und Fachkräfte zu entlasten. Unsere zweite Plattform SaventicMed wird in immer mehr Kliniken implementiert. Hierzulande kooperieren wir aktuell mit drei Institutionen, darunter das Universitätsklinikum Leipzig. Dort ist die KI im Einsatz, um bei Patientinnen und Patienten Hinweise auf seltene Herzerkrankungen zu finden.