BiTE® Moleküle können T-Zellen gezielt gegen Krebszellen zu deren Zerstörung dirigieren. Amgen GmbH
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Krebsbehandlung Immuntherapie

Vom biologischen Verständnis zur medizinischen Innovation

Fortschritte in Diagnostik und Therapie führen dazu, dass immer mehr Menschen länger mit Krebs leben können. Wissenschaftliche Erkenntnisse über biologische Mechanismen von Krebserkrankungen bilden die Grundlage für innovative Forschungsansätze insbesondere in der Immuntherapie. Deshalb verfolgt Amgen den „Biology first“-Ansatz, um dazu beizutragen, neue Perspektiven für Betroffene zu eröffnen.

Von Amgen GmbH
· 2026

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80992 München
Web: https://www.amgen.de/

Trotz erheblicher Fortschritte in Früherkennung, Diagnostik und Therapie stellen Krebserkrankungen Medizin und Forschung vor große Herausforderungen. Bei Amgen bildet das Prinzip „Biology first“ die Grundlage neuer Therapieoptionen: Dabei gilt es zuerst, biologische Mechanismen und Prozesse bei Erkrankungen möglichst genau zu verstehen. Auf dieser Basis werden wissenschaftliche Hypothesen entwickelt und daraus neue therapeutische Ansätze insbesondere für schwer behandelbare Tumorerkrankungen abgeleitet.

Das kleinzellige Lungenkarzinom: hochaggressiv, oft spät erkannt und schwer behandelbar 

Ein Beispiel hierfür ist das kleinzellige Lungenkarzinom (Small Cell Lung Cancer, SCLC). Diese Tumorart macht etwa 15 bis 17 Prozent aller Lungenkrebsfälle aus. Die Erkrankung ist durch schnelles Tumorwachstum, frühe Metastasierung und eine häufig späte Diagnose gekennzeichnet. „Trotz therapeutischer Fortschritte bleibt das kleinzellige Lungenkarzinom schwer behandelbar“, erklärt Dr. Achim Rieth, Medizinischer Direktor für Hämatologie und Onkologie bei der Amgen GmbH. „Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist.“ Hinzu kommt, dass das SCLC zunächst häufig gut auf eine Behandlung anspricht, es im weiteren Verlauf aber oft zu Rückfällen oder Therapieresistenzen kommt. Das heißt: Die Erkrankung schreitet wieder fort, obwohl sie zunächst kontrolliert werden konnte. Für viele Patient:innen sind die weiteren Behandlungsmöglichkeiten dann begrenzt. „Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Diagnostik, Therapieplanung und unterstützende Maßnahmen eng ineinandergreifen. Das SCLC fordert also nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch ein sehr gut abgestimmtes Vorgehen“, erläutert Rieth.

Porträt Dr. Achim Rieth
Dr. Achim Rieth, Medizinischer Direktor für Hämatologie und Onkologie bei der Amgen GmbH. Bild: Amgen GmbH

Die BiTE® Technologie: vom biologischen Prinzip zum therapeutischen Ansatz 

Diese Herausforderungen verdeutlichen, warum beim SCLC trotz bestehender Behandlungsoptionen weiterhin ein hoher medizinischer Bedarf besteht. Forschungsansätze bei Amgen gehen der Frage nach, warum und wie sich SCLC-Tumorzellen im Verlauf der Erkrankung verändern, um so neue Perspektiven für eine gezielte Behandlung zu identifizieren. Doch der Weg von einer biologischen Erkenntnis bis zu einer möglichen medizinischen Innovation ist oft lang und komplex. Wie aus Grundlagenforschung neue Therapieansätze entstehen können, zeigt die von Amgen mitentwickelte BiTE® Technologie (Bispecific T-cell Engager). Ausgangspunkt war die Frage, wie sich T-Zellen gezielt für die Bekämpfung von Krebs nutzen lassen. Daraus entstand die Idee eines bispezifischen Moleküls, das T-Zellen und Tumorzellen miteinander verbindet und so die gezielte Zerstörung von Krebszellen unterstützen kann. Damit wird ein biologischer Mechanismus gezielt für einen therapeutischen Ansatz nutzbar gemacht.

digitalisierte Darstellung einer Lunge
Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine aggressive und schwer behandelbare Krebserkrankung. Bild: Amgen GmbH

Amgen engagiert sich dort, wo neue Behandlungsansätze benötigt werden 

Was relativ simpel und nachvollziehbar klingt, ist im Labor ein hochkomplexer Entwicklungsprozess. Die BiTE® Technologie wird seit mehr als drei Jahrzehnten am Forschungsstandort München weiterentwickelt und steht beispielhaft für einen Forschungsansatz, der auf einem tiefen Verständnis biologischer Krankheitsmechanismen basiert. Dieser Ansatz prägt auch die Forschungsaktivitäten des Unternehmens bei Tumorerkrankungen mit weiterhin hohem medizinischem Bedarf. Dr. Rieth: „Das SCLC gehört dazu, weil es trotz Fortschritten eine schwer behandelbare Tumorerkrankung bleibt und viele Betroffene weiterhin neue Perspektiven benötigen. Als forschendes Biotechnologie-Unternehmen sehen wir unsere Verantwortung darin, Erkrankungen wie das SCLC besser zu verstehen und wissenschaftliche Erkenntnisse in mögliche neue und spezifische Therapieansätze zu übersetzen. Denn je genauer wir verstehen, was eine Erkrankung antreibt, desto gezielter können wir nach Wegen suchen, um in diese Prozesse einzugreifen.“

Orientierung und Aufklärung als wichtige Begleiter der Therapie 

Für Betroffene und ihre Angehörigen sind solche wissenschaftlichen Fortschritte weit mehr als reine Forschungsleistungen. Gerade bei Erkrankungen wie dem SCLC spielen neben medizinischen Innovationen auch Orientierung und Aufklärung eine wichtige Rolle. „Eine Diagnose wie SCLC ist für Patient:innen sowie ihre Angehörigen eine enorme Belastung – medizinisch, emotional und organisatorisch“, sagt Rieth. „Gerade weil die Erkrankung häufig rasch verläuft, ist eine gute Aufklärung besonders wichtig. Patient:innen sollten verstehen, welche nächsten Schritte geplant sind, welche Ziele die Behandlung verfolgt und welche unterstützenden Angebote ihnen zur Verfügung stehen. Angehörige spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, weil sie Gespräche begleiten, Informationen mit einordnen sowie im Alltag und während der Behandlung unterstützen können. Entscheidend ist, dass Patient:innen und Familien in dieser Situation Orientierung erhalten.“ Die Herausforderungen in der Krebsforschung bleiben groß. Das Beispiel des SCLC zeigt jedoch, wie ein genaueres Verständnis der Krankheitsbiologie zum Ausgangspunkt für neue therapeutische Ansätze werden kann. Genau darin liegt der Kern des „Biology first“-Prinzips: biologische Zusammenhänge verstehen und dieses Wissen für die Entwicklung möglicher neuer Behandlungsmöglichkeiten nutzen.

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