Trotz erheblicher Fortschritte in Früherkennung, Diagnostik und Therapie stellen Krebserkrankungen Medizin und Forschung vor große Herausforderungen. Bei Amgen bildet das Prinzip „Biology first“ die Grundlage neuer Therapieoptionen: Dabei gilt es zuerst, biologische Mechanismen und Prozesse bei Erkrankungen möglichst genau zu verstehen. Auf dieser Basis werden wissenschaftliche Hypothesen entwickelt und daraus neue therapeutische Ansätze insbesondere für schwer behandelbare Tumorerkrankungen abgeleitet.
Das kleinzellige Lungenkarzinom: hochaggressiv, oft spät erkannt und schwer behandelbar
Ein Beispiel hierfür ist das kleinzellige Lungenkarzinom (Small Cell Lung Cancer, SCLC). Diese Tumorart macht etwa 15 bis 17 Prozent aller Lungenkrebsfälle aus. Die Erkrankung ist durch schnelles Tumorwachstum, frühe Metastasierung und eine häufig späte Diagnose gekennzeichnet. „Trotz therapeutischer Fortschritte bleibt das kleinzellige Lungenkarzinom schwer behandelbar“, erklärt Dr. Achim Rieth, Medizinischer Direktor für Hämatologie und Onkologie bei der Amgen GmbH. „Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist.“ Hinzu kommt, dass das SCLC zunächst häufig gut auf eine Behandlung anspricht, es im weiteren Verlauf aber oft zu Rückfällen oder Therapieresistenzen kommt. Das heißt: Die Erkrankung schreitet wieder fort, obwohl sie zunächst kontrolliert werden konnte. Für viele Patient:innen sind die weiteren Behandlungsmöglichkeiten dann begrenzt. „Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Diagnostik, Therapieplanung und unterstützende Maßnahmen eng ineinandergreifen. Das SCLC fordert also nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch ein sehr gut abgestimmtes Vorgehen“, erläutert Rieth.