Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und sogar Krebs: Die Folgen einer lang anhaltenden ungesunden Ernährung können gravierend sein. Gerade die Ursache für Krebs wurde schon häufiger in Beobachtungsstudien untersucht – mit dem Ergebnis, dass ein Zusammenhang zwischen einem hohen Körperfettanteil und dem Risiko für mindestens 13 Krebsarten wie Darm-, Leber- oder Nierenkrebs besteht.
Ursachen für Gewichtsverlust
Umso wichtiger ist es, die Ernährung unter die Lupe zu nehmen und bestenfalls nachzujustieren, damit das Risiko für Tumorerkrankungen so gering wie möglich bleibt. Eine angepasste Ernährungsweise gilt jedoch erst recht, wenn der Krebs bereits da ist. Problem: Fast 50 Prozent der Betroffenen verlieren radikal an Gewicht – oft ein Zehntel des Körpergewichts binnen weniger Wochen. 25 Prozent der Krebserkrankten versterben nicht an der Erkrankung selbst, sondern an einer Mangelernährung. Der Grund für den Gewichtsverlust liegt am Tumor. Dieser produziert Botenstoffe, welche den Stoffwechsel und die Gewichtsregulation stören, was wiederum den Appetit beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass Chemo- oder Strahlentherapie oft Schluckbeschwerden bereiten.
Lebensmittel gegen Krebs Nur mit fachlicher Expertise
Fachleute raten grundsätzlich bereits zeitnah nach der Diagnose zu einer gezielten Ernährungstherapie. Zwar verschwindet der Krebs nicht durch eine gesunde Ernährung, die Betroffenen sind so jedoch besser in der Lage, das Gewicht zu halten, was letztlich ihre Heilungschancen fördert. Doch worauf kommt es dann insbesondere an? Fakt ist: Die Ernährung bei Krebs ist höchst individuell. Grundsätzlich ist es entscheidend, gerade wenn die Gefahr einer Mangelernährung besteht ist oder ein Gewichtsverlust vorliegt, kalorienreiche Lebensmittel mit erhöhtem Fettgehalt zu essen. Ist die körperliche Aktivität eingeschränkt, haben Krebserkrankte außerdem einen erhöhten Proteinbedarf. Hierfür eignen sich Hülsenfrüchte, Käse, Joghurt, Quark, aber auch Fisch. Neben dem häufigen Verzehr von Vollkornprodukten und reichlich Gemüse ist vor allem auf einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien zu achten. Wichtig für die Krebsabwehr sind Vitamin D, Eisen, B-Vitamine, Selen, Zink und Folsäure. Um alle Inhaltsstoffe aufnehmen zu können, ist es ratsam, das Gemüse mit gesunden Fetten, wie etwa Oliven- oder Leinöl, zuzubereiten. Nicht zu vergessen das Trinken: Generell wird für eine optimale Flüssigkeitszufuhr dazu geraten, täglich 30 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Zurückhaltung ist allerdings bei Fleisch gefragt: Es sollte genauso wie Wurstwaren nur selten auf dem Teller landen. Insbesondere Schweine- und Putenfleisch fördern Entzündungen und schwächen das Immunsystem.