Die Symptome treten in der zweiten Zyklushälfte auf – zwischen Eisprung und Regelblutung. Mit Beginn der Blutung verschwinden sie wieder. Deshalb ist das Syndrom nicht zu verwechseln mit den Regelschmerzen während der Periode. Das Portfolio von PMS umfasst rund 200 Symptome – am häufigsten treten Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen sowie Spannungsgefühle in den Brüsten oder im Unterleib auf. Neben den physischen sind die psychischen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken oder Schlaflosigkeit in gleichem Maße belastend. Verantwortlich für PMS sind nach derzeitigem Erkenntnisstand unter anderem Hormonschwankungen. Die Krux: In welcher Form und wie stark PMS auftritt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Oft tun sich Ärzte schwer, das Syndrom zu erkennen und von anderen Krankheiten – zum Beispiel einer Depression – zu unterscheiden. Hier hilft es, ein Tagebuch zu führen und die darin vermerkten Symptome mit dem Frauenarzt zu besprechen. Auch erschwert die individuelle Ausprägung die Erforschung von PMS – und damit die Entwicklung einer vereinheitlichten Therapieform. Zudem wird das Syndrom häufig noch nicht als Krankheit anerkannt. Das liegt auch daran, dass viele Frauen gelernt haben, mit den Symptomen zu leben, einige gar nicht betroffen sind.
PMS-Symptome lindern – was hilft?
Bei starken Beschwerden wird vielen Frauen die Anti-Baby-Pille verschrieben. Das hormonelle Verhütungsmittel kann helfen, die Hormonschwankungen auszugleichen und so die PMS zu mindern. Allerdings haben die Präparate zum Teil starke Nebenwirkungen. Gleiches gilt für die Behandlung mit Antidepressiva. Bei leichteren Schmerzen sind daher Schmerzmittel die naheliegendere Lösung. Die Wirkung von pflanzlichen Präparaten ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass auch pflanzliche Wirkstoffe die Symptome des PMS lindern können. Neben Mönchspfeffer, Johanniskraut, Gingko oder Safran greifen immer mehr Frauen auf CBD zurück. Das Hanföl soll eine beruhigende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung haben. Wie bei vielen anderen Krankheiten auch kann ein gesunder Lebensstil hilfreich sein. Das bedeutet, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten und sich auch bei leichtem Unbehagen sportlich zu betätigen. Vor allem Ausdauersport wie beispielsweise Joggen kann Schmerzen vorbeugen.
Quellen
Refinery29: Warum wissen wir 2020 immer noch mehr über Erektionsstörungen als über PMS?
Quarks: Was ist dran an PMS?