Das Dengue-Virus ist eine der häufigsten Ursachen für Fieber bei Reiserückkehrer:innen aus tropischen Gebieten.1 Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählte es bereits 2019 zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit.2 Im Gegensatz zu anderen Viruserkrankungen kannst Du Dich mehrmals infizieren, denn es gibt vier verschiedene Serotypen des Dengue-Virus. Bei der Erstinfektion kann es zu hohem Fieber und grippeähnlichen Symptomen kommen. Es können auch schwerwiegende Komplikationen auftreten, besonders wenn es zu einer erneuten Infektion kommt.
WO KANN ICH MICH MIT DENGUE INFIZIEREN?
Dengue wird durch Stechmücken übertragen, genauer gesagt durch die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Die mögen es feucht und warm und kommen deshalb vorwiegend in den Tropen und Subtropen vor. Das ist auch der Grund, warum die allermeisten Infektionen in diesen Regionen stattfinden.
2023 wurden aus mehr als 80 Ländern über 5 Millionen Fälle und mehr als 5.000 Dengue-bedingte Todesfälle gemeldet.3 Vermutlich liegt die Dunkelziffer um einiges höher, denn nicht alle Dengue-Infektionen werden registriert. Zudem sind einige Fälle so mild, dass man sie für eine Erkältung halten kann. Da Dengue rote Hautausschläge verursachen kann, halten Betroffene es möglicherweise einfach für Sonnenbrand.
Dengue-Ausbrüche kommen in diesen Regionen häufig vor:4
- Karibik
- Mittelamerika
- Südamerika
- Südostasien
- Pazifische Inseln
Aktuelle Informationen findest Du hier:
- Eine weltweite Übersicht über aktuelle Dengue-Fieber-Ausbrüche
- Eine Übersicht über Dengue-Endemiegebiete
Durch den Klimawandel gibt es immer mehr Länder mit hohen Temperaturen. Deshalb breiten sich die den Dengue-Virus übertragenden Stechmücken weiter aus. Mittlerweile sind sie sogar in Europa heimisch. Im Sommer 2024 wurden Fälle von Dengue aus Italien, Frankreich und Spanien gemeldet.5 Das Besondere daran: Die betroffenen Personen hatten sich vor Ort infiziert. Bisher wurden in diesen Ländern vor allem Fälle gemeldet, bei denen sich die Betroffenen in anderen Ländern infiziert hatten.
WIE KANN ICH MICH VOR DENGUE SCHÜTZEN?
Bei Reisen in die Tropen oder Subtropen ist es wichtig, dass Du Mückenstichen vorbeugst. Informiere Dich außerdem frühzeitig vor Deiner Reise bei einem:er Reisemediziner:in über geeignete Präventionsmaßnahmen.
WAS TUN, WENN’S PASSIERT IST?6
Falls Du bei oder nach einem Aufenthalt in einem Dengue-Risikogebiet hohes Fieber hast, kann das ein Anzeichen für eine Dengue-Infektion sein. Treten neben dem Fieber zwei weitere der folgenden Symptome auf, solltest Du einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen:
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Schmerzen hinter den Augen
- Gelenk-, Muskel- und Knochenschmerzen
- Leichte Blutungen wie Nasen- und Zahnfleischbluten
- Übelkeit und anhaltendes Erbrechen
- Juckender Hautausschlag
WIE WIRD DENGUE BEHANDELT?
Es gibt keine ursächliche Therapie des Dengue-Fiebers. Das heißt, die Erkrankung selbst kann nicht behandelt werden, aber ihre Symptome. Ziele der sogenannten symptomatischen Therapie sind vor allem die Linderung von Beschwerden und die Stabilisierung lebenswichtiger Vitalfunktionen.
DU HAST FRAGEN ZU DENGUE?
Antworten auf viele weitere Fragen zu Dengue liefert die Webseite www.dengue.de. Deren Inhalte wurden gemeinsam mit Expert:innen aus der Reisemedizin erstellt und informieren wissenschaftlich fundiert und leicht verständlich darüber, wie und wo Dengue übertragen wird, welche Symptome auftreten können, wie Dengue behandelt wird, wie man sich auf Reisen schützen kann und vieles mehr. Berichte von Betroffenen schildern anschaulich, wie eine Dengue-Infektion verlaufen kann.
DENGUE IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK: ANNAS ERFAHRUNGSBERICHT
Anna infizierte sich in der Dominikanischen Republik mit Dengue. Danach war ihr Urlaub gelaufen. In ihrem Video erfährst, wie es ihr erging und was Du tun kannst, damit Dir das nicht passiert.