Fakt ist: Bei einer Psoriasis sollte auch zwischen den Schüben eine optimale Hautpflege, die sogenannte Basistherapie, nicht vernachlässigt werden. Eine chronische Hautkrankheit macht nun mal keinen Urlaub. Hier hilft sorgfältiges, tägliches Cremen mit hochwertigen rückfettenden Produkten. Darauf aufbauend kann es durchaus sinnvoll sein, sich auch nach ergänzenden Alternativen umzusehen, die der Haut gut tun und somit sich auf die Lebensqualität der Betroffenen positiv auswirken. Zunächst lassen sich erprobte Selbsthilfetipps nutzen, die zum Beispiel die physischen Belastungen für die Haut minimieren. Der achtsame Umgang beginnt bereits bei der Wahl extraweicher Handtücher, sorgfältiger Pflege der Fingernägel bei einer Nagelpsoriasis sowie Vermeidung drückender Kleidung oder Brillenbügel, falls Areale in Gesicht oder hinter den Ohren betroffen ist. Denn jede Verletzung oder Druckstelle könnte ein akutes Aufflammen der Psoriasis auslösen.
Schuppenflechte: Das große Ganze sehen
Alternative, ganzheitliche Wege orientieren sich in der Regel an drei Zielen: gesünder essen, mehr bewegen, anders denken – und dies möglichst gleichzeitig. Entscheidend ist aber, dass der eigene, persönlich passende und umsetzbare Weg gesucht und gefunden wird. Pauschale Ernährungstipps, wie den folgenden, haben wahrscheinlich die meisten Betroffenen schon von ihrem eigenen Arzt erhalten: Obst, Gemüse, pflanzliches Eiweiß und Vollkornprodukte sowie Verzicht auf Zucker und Genussmittel. Ohne professionelles Coaching scheitern solche und ähnliche Ratschläge aber meist ziemlich schnell an der praktischen Umsetzung oder am fehlenden Genuss.
Neue Lebenseinstellung finden
Sinnvoller ist es, seine Gewohnheiten peu à peu, dafür aber auf Dauer umzustellen. So sollte sich natürlich kein Patient davon abhalten lassen, etwa mit Yoga oder Schwimmen zu beginnen. Doch nicht jeder kann sich plötzlich für Sport begeistern. Moderate, aber konsequente Bewegung, wie etwa jeden Tag eine Stunde Radfahren oder Walken, verschafft oftmals nachhaltigere Erfolgserlebnisse. Grundsätzlich ist zu beachten, wer genau hinter den alternativen Konzepten steht. Nicht jeder Esoteriker hat auch eine Expertise vorzuweisen. Lang erprobte alternative Therapien, wie sie etwa die Homöopathie oder auch die Traditionelle Chinesische Medizin für Psoriatiker anbieten, können sicher dem einen oder anderen helfen. Schrittweises Umgewöhnen, am besten mit unterstützender professioneller Beratung, kann aber durchaus zu mehr Ausgeglichenheit und gesünderer Lebensweise verhelfen.