Saures Aufstoßen, ein unangenehmer Geschmack im Mund, ein Brennen in der Brust: Diese Symptome verbindet man typischerweise mit Sodbrennen. Schuld daran ist der Rückfluss von Magensäure in der Speiseröhre. Dies wird durch die Funktionsstörung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre ausgelöst. Häufig führen verschiedene Ursachen zu den Beschwerden. Dazu zählen ungesunde Mahlzeiten und Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten. Sodbrennen zählt ebenfalls zu einer der häufigsten Beschwerden werdender Mütter. Grund ist die hormonelle Veränderung und Wachstum eines Fötus. Aber auch seelische Belastungen wie Stress sowie körperliche Ursachen können sie auslösen.
Trügerisches Brennen in der Brust – Sodbrennen?
Nicht ohne Grund spricht man bei Sodbrennen im Englischen vom „Heartburn“ (zu Deutsch: Herzbrennen), denn das Brennen hinterm Brustbein ist für Laien nur schwer von einem möglichen Herzinfarkt zu unterscheiden. Einige Unterschiede gibt es aber doch: So tritt ein Herzinfarkt häufig zusammen mit Brustenge, Atemnot und Benommenheit auf. Zudem strahlt der Schmerz bei einem Infarkt zunehmend in Bauch- und Kopfregion aus. Dagegen tritt Sodbrennen in Abhängigkeit von Mahlzeiten auf und lässt sich meist durch Aufsetzen lindern, was bei einem Infarkt nicht der Fall ist. Bei bleibender Unsicherheit über die Ursache der Schmerzen sollte der Notarzt gerufen werden, denn bei einem möglichen Herzinfarkt sollte man kein Risiko eingehen.
Achtung Säureblocker
Menschen, die regelmäßig an Sodbrennen leiden, greifen bei Beschwerden zu schnell wirkenden Säureblockern, sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI). Denn, auch wenn Sodbrennen selbst ungefährlich ist, so kann es gehäuft zu Folgeerkrankungen sowie Vernarbungen in der Speiseröhre kommen. PPI senken zwar den Säurewert im Magen und reduzieren Beschwerden, Studien warnen gerade bei älteren Menschen jedoch vor der Langzeitverwendung dieser rezeptfrei zugänglichen Medikamente, da sie chronische Nierenerkrankungen und das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen können. Zwar gibt es auch Gegenstimmen und grundsätzlich erfüllen PPI für Betroffene eine wichtige Funktion und sollten nicht einfach weggelassen werden, dennoch sollte die Indikation in Abhängigkeit von körperlichen Erkrankungen abgewogen, zeitlich begrenzt und mit dem Arzt besprochen werden.