Aufs Rad und ab in die Natur oder ins nächste Freibad für einen Sprung ins kühle Nass: Für viele Menschen gibt es in den warmen Monaten des Jahres nichts Schöneres als endlich wieder draußen zu sein. Was viele unterschätzen: Auch die Frühlingssonne hat bereits Strahlkraft. Deshalb ist ein effektiver Sonnenschutz besonders wichtig und die beste Prävention vor Hautkrebs.
Steigende Krebszahlen
Rund 100.000 Patienten wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2015 mit dieser Diagnose stationär behandelt. Dies bedeutet einen Anstieg um 17 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Während knapp ein Viertel der Patienten wegen eines bösartigen Tumors in Behandlung war, wurde bei gut drei Viertel der Untersuchten heller Hautkrebs diagnostiziert. Größter Unterschied beider Krebsformen: Der helle Hautkrebs geht in der Regel mit 60 Jahren los, der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, hingegen kann deutlich früher auftreten und bildet häufiger Metastasen. Jedes Jahr sterben bis zu 3.000 Menschen an dieser sich schnell über das Lymphgefäßsystem und die Blutbahn ausbreitenden Krebsform. Das müsste nicht sein, denn generell gilt: Je früher Krebs erkannt wird, desto höher die Heilungschancen. Im Fall von Hautkrebs im Frühstadium liegen sie bei nahezu 100 Prozent.
Hautkrebs: Vorsorge ist der beste Schutz
Eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen ist die regelmäßige Inspektion der Körperhülle nach Auffälligkeiten. Warnsignale können asymmetrische, verschiedenfarbige und mehr als fünf Millimeter große Hautflecken mit verwaschenen Rändern sein. Dann heißt es, unbedingt einen Dermatologen aufzusuchen. Zudem raten Experten alle zwei Jahre zu einem Hautkrebscheck, bei dem die ganze Haut am Körper vom Scheitel bis zur Sohle überprüft wird. Gesetzlich Krankenversicherte haben ab dem 35. Lebensjahr Anspruch auf diese Früherkennungsmaßnahme, die Leben retten kann. Darüber hinaus gibt es wichtige Regeln für den Alltag: zum Beispiel starke Sonneneinstrahlung, vor allem während der Mittagszeit, meiden. Als Kleidung eignen sich dunkle, fest gewebte Stoffe aus Polyester und Jeansstoff. Sie halten mehr UV-Licht ab als leichte Baumwollstoffe, Leinen oder Seide. Auch gibt es spezielle UV-Schutz-Kleidung aus atmungsaktiven und schnell trocknenden Materialien, die insbesondere für Outdoor-Sportler sinnvoll ist. Nicht zu vergessen das regelmäßige und komplette Eincremen mit Sonnenmilch – idealerweise mit einem hohen Lichtschutzfaktor –, um Sonnenbrand zu vermeiden und das Risiko für Hautkrebs zu reduzieren.